Fohrbach-Sanierung verzögert sich um Monate

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😜 Die Bauarbeiten im Fohrbach mussten am Donnerstag unterbrochen werden, nachdem ein Bagger auf eine Feuerstelle aus der Keltenzeit gestossen war. Der Kanton hat die Ausgrabungen an die Hand genommen. Die Wiedereröffnung des Bads auf die Sommersaison 2026 ist fraglich. (1 Kommentar)

😜 Die Bauarbeiten im Fohrbach mussten am Donnerstag unterbrochen werden, nachdem ein Bagger auf eine Feuerstelle aus der Keltenzeit gestossen war. Der Kanton hat die Ausgrabungen an die Hand genommen. Die Wiedereröffnung des Bads auf die Sommersaison 2026 ist fraglich.

Ausgrabungsfund im Fohrbach (Foto: Kantonsarchäologie)
Ausgrabungsfund im Fohrbach (Foto: Kantonsarchäologie)

VON RENE STAUBLI

Schon immer war gerätselt worden, wo die vor rund 2500 Jahren auf dem «Feufbüel» beerdigten Angehörigen des Zolliker Keltenstamms gelebt hatten. Siedlungsreste waren auf Zolliker Gemeindegebiet nie gefunden worden – bis letzten Donnerstag. Bei Aushubarbeiten im Rahmen der Fohrbach-Gesamtsanierung stiessen Arbeiter auf eine alte, überraschend gut erhaltene Feuerstelle. Die Bauleitung informierte unverzüglich die Kantonsarchäologie, die eine Rettungsgrabung in die Wege leitete.

Inzwischen ist eine rund zehn Quadratmeter grosse Fläche freigelegt worden (siehe Foto). Laut Claudio Jörg, Mediensprecher der Zücher Baudirektion, soll in den nächsten Wochen abgeklärt werden, ob im Umfeld der Feuerstelle zusätzliche Funde wahrscheinlich sind: «Dazu sind weitere punktuelle Grabungen nötig.»

Auch wenn die Bauarbeiten «möglichst wenig von den archäologischen Massnahmen tangiert werden sollen», rechnet Jörg «mit einigen Monaten Baustopp». Der zuständige Gemeinderat André Müller geht deshalb nicht mehr davon aus, dass die sanierte Fohrbach-Anlage wie geplant auf die Sommersaison 2026 eröffnet werden kann: «Wir müssen damit rechnen, dass die Arbeiten bis Ende Juni 2026 dauern.»

Gemeinde muss zahlen

Die Kosten für die Untersuchungen der Fundstelle und die Verzögerungen der Bauarbeiten muss die Gemeinde selber tragen. Gemäss Auskunft der Baudirektion übernimmt der Kanton die Auslagen nur bei Grabungen im Rahmen privater Projekte. «Ausgenommen sind Bauherrschaften, die öffentliche Aufgaben erfüllen.» Das ist bei der Gemeinde Zollikon und der Schwimmbad-Sanierung der Fall.

Die Zolliker Stimmberechtigten hatten im November 2022 einem Baukredit von 44,7 Millionen Franken für die Gesamtsanierung der Fohrbach-Anlage inklusive Einrichtung eines Restaurants zugestimmt. Insbesondere wegen der Bauteuerung sind die veranschlagten Kosten inzwischen auf 49,5 Millionen Franken angestiegen. Mit dem finanziellen Aufwand für die Ausgrabungen und die Bauverzögerung wird nun die 50-Millionen-Grenze überschritten.

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